Der Staat sammelt immer mehr Daten, aber auch Firmen wollen möglichst viel über ihre Kunden wissen. Mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung sprach ich über Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit für Jugendliche, über den Umgang mit den eigenen Daten und die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen für das digitale Zeitalter.
MAZ: Mit „Elena“ werden Daten, die bislang jedes Unternehmen ohnehin über seine Beschäftigten rausgeben musste, elektronisch übertragen. Das ist schneller, unbürokratischer und spart Papier, schont also die Natur. Trotzdem fordern die Grünen einen Stopp des Projekts. Was haben Sie gegen „Elena“?
Annalena Baerbock: Grundsätzlich nichts, das Projekt wurde ja unter Rot-Grün im Bund initiiert. Ein gut gemachter elektronischer Entgeltnachweis kann vieles vereinfachen. Das Verfahren ist jedoch vollkommen aus dem Ruder gelaufen, bezüglich der Kosten als auch in Bezug auf die Daten. Zu den ursprünglich einzusammelnden Daten sind viele weitere hinzugekommen, deren zentrale Speicherung datenschutzrechtlich nicht tragbar ist.
MAZ Was denn zum Beispiel?
Baerbock: Etwa Angaben zu Fehlzeiten oder Kündigungsgründen, die der Arbeitgeber frei eintragen kann. Hinzu kommt, dass jetzt zwei Jahre Daten erfasst werden sollten, wobei völlig unklar ist, was mit ihnen geschehen soll. Und drittens sind da die Kosten, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen werden enorm belastet.
Herzlich willkommen auf meiner Website!
Hier erfahrt Ihr mehr über meine Arbeit als Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg sowie als Mitglied im Vorstand der Europäischen Grünen Partei. Diskutiert mit mir im Blog, wie wir Brandenburg grüner machen wollen oder macht mit bei unseren Grünen Aktionen vor Ort.
Grün tut gut: Ob Schule, Energiepolitik oder Stasi- aufarbeitung. Seit unserem Einzug in den Landtag ist wieder Bewegung in der Brandenburger Politik.
Keines der großen grünen Zukunftsprojekte ist ohne eine bessere Zusammenarbeit in der EU zu verwirklichen. Wir brauchen nicht weniger Europa, sondern mehr!
Es stimmt etwas nicht, wenn sozialer Ausschluss zum Dauer- zustand wird. Für eine Politik der Teilhabe und der sozialen Sicherheit, die allen ein selbst- bestimmtes Leben ermöglicht!
Wenn sich Erna eine neue Waschmaschine kauft, schaut sie nach der Größe, dem Preis – aber auch der Wassermenge und dem Stromverbrauch. Denn Erna weiß, wie alle gut wirtschaftenden Hausfrauen, dass das billigste Modell bei hohem Stromverbrauch langfristig sicher nicht das wirtschaftlichste ist….
Leider ist diese Binsenweisheit – dass eine Beschaffung, die sich an ökologischen Kriterien, wie beispielsweise bei energiesparenden Produkten, orientiert, nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch noch den Haushalt entlastet – noch nicht beim brandenburgischen Wirtschaftsminister angekommen. Der Linken-Minister und bisher auch der Rest der rot-roten Landesregierung weigern sich – unter kräftigem Beifall der FDP – innovative und ökologische Kriterien bei der öffentlichen Auftragsvergabe festzuschreiben. Weiterlesen »
Civil use in the NPT, Green dilema? from NPTTV on Vimeo.
Während meines Besuchs in New York anlässlich der 8. Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag (NVV) sprach ich mit NPT TV über das im NVV verbriefte Recht der Staaten auf die zivile Nutzung von Atomenergie und die damit zusammenhängende Problematik des “dual use”. Für uns Grünen ist klar, dass man bei internationalen Verträgen keine Rosinenpickerei betreiben kann. Zugleich wird die Gefahr der Weiterverbreitung von Nuklearmaterial zu militärischen Zwecke jedoch solange bestehen, so lange es Atomkraft gibt. Primäre Aufgabe von Ländern, wie Deutschland, die dieser Hochrisikotechnologie den Rücken kehren, muss es daher sein, in anderen Ländern für den Ausbau der Eneuerbaren Energien zu werben, anstatt Atomtechnologie anzupreisen.
Wie schwer der gemeinsame Schulterschluss aller Demokarten auch in Brandenburg – trotz dem sehr gelungen Handlungskonzept Tolerantes Brandenburg – noch immer ist, zeigte sich mal wieder letztes Wochenende in der Kleinstadt Elsterwerda im Süden Brandenburgs. Unter dem Motto „E’da bleibt bunt statt Grau” hatte die Stadt einen Jugendaktionstag mit Halfpipe und Bands auf dem Marktplatz geplant. Einige Wochen später kündigte dann die NPD einen Aufmarsch durch die Innenstadt an. Daraus wurde selbsterklärend nichts, da ja die Halfpipes schon für den Tag auf dem Marktplatz eingeplant waren. Die Nazis mussten also in die Nebenstraßen. Soweit so gut. Oder auch schlecht. Denn obwohl auf Landeseben mittlerweile bei allen demokratischen Parteien Konsens darüber besteht, dass das Agieren frei nach dem Motto, aus den Augen aus dem Sinn, ein äußerst kontraproduktives Mittel im Umgang mit Rechtsextremismus ist, entschied sich die Stadtverwaltung dafür, dass man von Seiten der Stadt den Nazi-Aufmarsch ignorieren werde. Weder war man bereit, ein großformatiges „Nazis, nein danke!”-Banner aufzuhängen, mit dem man die NPD schon am Bahnhof von Elsterwerda empfangen hätte können, noch vom Jugendfest aus politisch Farbe zu bekennen. Weiterlesen »