Die Folgen der menschgemachten Klimakatastrophe werden immer verheerender. Ungeachtet der internationalen Klimaschutzbemühungen stieg der globale CO2-Ausstoß im Zeitraum 2000 bis 2010 um 20 Prozent an. Dieser Negativtrend hat sich in den vergangenen Jahren fortgesetzt und wird ohne politisches Gegensteuern weitergehen. Für diesen Fall warnt die Klimawissenschaft inzwischen vor einer Erderwärmung von bis zu 4,8 Grad Celsius bis zum Jahr 2100. Angesichts des bisherigen Versagens der internationalen Klimapolitik verkommt das politische Bekenntnis zum sogenannten 2-Grad-Ziel immer mehr zur Farce. Soll dieses Ziel tatsächlich noch erreicht werden, dann müsste laut Weltklimarat der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen in den kommenden 40 Jahren um 40 bis 70 Prozent sinken. Dazu bedarf es eines sofortigen und konsequenten Handelns. Weltweit gehören Kohlekraftwerke zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Aus Kohle erzeugter Strom setzt etwa dreimal so viel klimaschädliches CO2 frei wie beispielsweise Gaskraftwerke. Zudem sind Kohlekraftwerke besonders ineffizient. Selbst modernste Anlagen lassen über die Hälfte der eingesetzten Energie ungenutzt in die Atmosphäre verpuffen. Die schlechte Klimabilanz der Kohle macht eines überdeutlich: Die erforderliche Reduktion von Treibhausgasen zur Abmilderung der Klimakatastrophe
kann nur mit einem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung erreicht werden. Deutschland muss dazu national und international seinen Beitrag leisten.

In unserem Antrag fordern wir die Bundesregierung deshalb auf,

  1. vollständig aus der internationalen Finanzierung und Verbürgung von Kohlekraftwerken auszusteigen;
  2. die internationale Zusammenarbeit im Energiesektor voll auf die Nutzung erneuerbarer Energien und die Förderung der Energieeffizienz auszurichten;
  3. sich auf internationaler Ebene bei anderen Nationalstaaten und internationalen Organisationen dafür einzusetzen, dass die staatliche Finanzierung von Kohlekraftwerken beendet wird;
  4. das Bekenntnis im Rahmen der G20 zum Subventionsabbau für fossile Energien ernst zu nehmen und die Subventionierung von fossilen Energien entsprechend einer breit gefassten Definition, wie sie z. B. vom Umweltbundesamt vertreten wird, bis zum Jahr 2020 zu beenden.

Den gesamten Antrag finden Sie HIER.

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