Annalena Baerbockmit der angehenden Lehrerin Frau Karkokli im Sprachcafé Wittenberge

mit der angehenden Lehrerin Frau Karkokli im Sprachcafé Wittenberge (18.8.2017), Foto: privat

Am 18.08. war ich im Rahmen meiner sommerlichen Besuchstour im Sprachcafè der evangelischen Kirchengemeinde Wittenberge zu Gast, wo ich mich mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen über lokale Themen und Probleme austauschen wollte.

Nach einer kleinen Fotoshow , die die vielfältigen Kontakte und Initiativen aufzeigte, ging es sehr schnell um konkrete Fragen und Anliegen. So wurden fehlende C1-Sprachkurse in der Prignitz thematisiert, welche für die Anerkennung und einen möglichen Berufseinstieg z.B. für syrische Lehrerinnen und Lehrer sehr wichtig sind. Fragen zu verschiedenen Möglichkeiten, Sprachkurse zu absolvieren, tauchen immer wieder in Gesprächen mit aktiven und Geflüchteten auf – ein Thema, das im ganzen Land unbefriedigend geregelt ist, auch wenn es regional mal besser, mal schlechter läuft. Oft müssen Geflüchtete für Kurse aber bis nach Berlin fahren, weil die Kurse in ländlichen Regionen gar nicht angeboten werden.

Natürlich wurde ich auch bezüglich unserer Grünen Position zur Abschiebung von Geflüchteten nach Afghanistan und dazu, wie wir uns die Integration Geflüchteter Menschen in unsere Gesellschaft vorstellen, befragt. Und auch wenn das natürlich nicht die Lösung sein kann und soll: Im Moment ist einfach noch die Arbeit der vielen vielen ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen unverzichtbar. Daher möchte ich den ehrenamtlichen im ganzen Land und bundesweit auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen!

Besonders schön: Zwei Lehrer*innen, die das „Refugee Teachers Program“ der Universität Potsdam absolviert hatten, warteten immer noch auf die Antworten auf ihre Bewerbungen als Hilfslehrer. Nachdem ich nochmals beim Schulamt Neuruppin nachgefragt hatte, erhielten beide nach kurzer Zeit Ihre Arbeitsverträge. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Einstieg in den Lehrerberuf in Deutschland!

Über meinen Besuch berichtete der Prignitzer am 19.08.2017:

„Hilfe bei Behördengängen, Formularen und Arztbesuchen: Im evangelischen Gemeindehaus engagieren sich viele Ehrenamtler in der Integration, stehen den Geflüchteten in vielen Lebenslagen mit Rat und Tat zur Seite. Seit März 2016 gibt es dort immer dienstags ein Sprachcafé, in dem man sich zum Austausch trifft. Bis zu 15 Flüchtlinge besuchen Kurse im Gemeindehaus, zwischen 30 und 35 kämen regelmäßig dienstags um 15 Uhr zum Sprachcafé, so Bärbel Treutler. Dabei spiele die Religion eine untergeordnete Rolle, man müsse kein Christ sein. Wie Integration in der Praxis aussieht und wo den Neuwittenbergern im Alltag der Schuh drückt, davon machte sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock im Gemeindehaus gestern ein Bild…“

Den ganzen Artikel können Sie HIER (leider nur nach Bezahlung) nachlesen.

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