Heute habe ich die Flüchtlingsselbsthilfeorganisation Women in Exile in Potsdam besucht. Wir wurden von ihrer Gründerin Elisabeth Ngari begrüßt. Women in Exile setzen sich für die Verbesserung der Lage von weiblichen Flüchtlingen ein. Die in Brandenburg gegründete Organisation hat 2014 den taz Panter Preis für ihre Arbeit bekommen.

Mit vor Ort waren auch Aktivisten der Organisation Refugee Emancipation (RE) u.a. der Gründer der Organisation, Chu Eben. RE richtet u.a. selbstverwaltete Internetcafés in Flüchtlingsheimen im Land Brandenburg über Sach- und Geldspenden in Zusammenarbeit mit Studierenden der TU Berlin ein.

Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind aus ihren Heimatländern vor Verfolgung, Krieg, Folter oder Hunger geflohen. Es liegt in unserer Verantwortung, ihnen hier ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch oft sind vor allem Frauen auch hier nicht sicher: Insbesondere in Sammelunterkünften kommt es häufig zu Übergriffen auf Frauen, weshalb Women in Exile diese Art der Unterbringung scharf kritisiert. Auch andere Frauenflüchtlingsschicksale sind erschreckend und stimmen mich traurig: So hatte eine anwesende junge Frau in Deutschland ein Kind zur Welt gebracht, welches jedoch auf Grund schwerer Krankheit nach vier Monaten verstarb. Das Kind wurde in Deutschland beerdigt, doch der Asylantrag der Frau abgelehnt. Nun soll sie ihr totes Kind hier zurücklassen, was ihr schwere Depressionen bereitet.

Wir müssen weiterhin gemeinsam für ein menschenwürdiges Asylrecht und mehr Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen streiten, das hat dieser Besuch wieder einmal gezeigt.

Im Zuge des Austauschs mit den VertreterInnen beider Organisationen habe ich eine Einladung in den Deutschen Bundestag ausgesprochen.

→ mehr zu Women in Exile: http://women-in-exile.net/

→ mehr zu RE: http://www.refugeesemancipation.com

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