Am 04.11. berichtete der tagesspiegel in einem lesenswerten Artikel über die unambitionierten Klimaziele der Bundesregierung und den darüber aufkommenden Zwist: Während Sigmar Gabriel anscheinend vergessen hat, dass er auch einmal Umweltminister war, erkennt die jetzige Umweltministerin Hendricks, dass der Kohleausstieg notwendig ist: „Wir werden auch Kohlekraftwerkskapazitäten abbauen müssen“. Wir Grüne fordern Mindestpreise für CO2-Emissionen – die Auswirkungen verschiedener Mindestpreise werden im Artikel deutlich gemacht. Auch am 5.11. waren die Klimaziele wieder Thema: http://www.tagesspiegel.de/politik/energiewende-streit-um-das-deutsche-klimaziel-bis-2020/10934146.html.

Gleiches gilt leider für die Europäische Union, welche zwar eine „Führungsrolle im Klimaschutz will“, aber weit hinter früheren Zielen zurückbleibt und katastrophale Beschlüsse gefällt hat (meine PM dazu). Diese Diskrepanz wird auch in den Medien aufgegriffen (u.a. Märkische Oderzeitung). Markus Becker schreibt im SPIEGEL: „Das war’s dann wohl“ mit der Vorreiterrolle der Europäischen Union.

Deutschland steht jedoch nicht besser da: Auch und gerade im Kontext des aktuellen IPCC-Berichts, der zu sofortigem Handeln gegen den Klimawandel aufruft, muss Deutschland wieder eine Vorreiterrolle in Sachen Kohlendioxidreduktion einnehmen. Dazu möchte ich Ihnen auch den dpa-Bericht (u.a. Märkische Allgemeine Zeitung, ZEIT) nicht vorenthalten.

Aus grüner Sicht ist die Reduktion der deutschen und europäischen Klimaschutzziele eine Bankrotterklärung – die Bundesregierung muss hier schnellstens das Ruder herumreißen und wieder auf einen klimafreundlichen Kurs einschwenken!

Den IPCC-Bericht sowie seine Zusammenfassungen können Sie sich HIER durchlesen.


Bild: Logo des IPCC

 

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