Logo der Hilfsorganisation Tafel Deutschland e.V.

Quelle: wikipedia.de

Die Bananen haben bereits dunkle Stellen. Die Radieschen kannten schon knackigere Tage. Aber die Anstehenden nehmen sie trotzdem gerne aus den Händen von Annalena Baerbock, weil sie auf die Lebensmittelspenden der Tafel angewiesen sind, um über die Runden zu kommen. Anfang Juni hilft die Potsdamer Abgeordnete gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter bei der Teltower Tafel aus.



Annalena Baerbock vor Obstkisten der Teltower Tafel

Quelle: Team Baerbock

Es sind 12 bis 15 Ehrenamtliche, die hier unter der Leitung von Wolfgang Leube jeden Samstag sechs bis acht Stunden ihrer Freizeit zur Unterstützung von Bedürftigen geben. Es ist eine körperliche Arbeit, die man schon mögen muss. Aber neben dem sozialen Gedanken funktioniert das Team auch als Gemeinschaft sehr gut. Was anderen Leuten der Sportverein oder Kegelclub ist, ist den Engagierten der Tafel ihre gemeinsame ehrenamtliche Hilfe. Die Lebensmittelspenden von Supermärkten und Bäckern müssen abgeholt, aufwendig sortiert, schließlich verteilt werden. Dabei fällt allerlei Bioabfall ab, denn es handelt sich um Produkte kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit oder gerade bei Obst und Gemüse auch schon darüber hinaus. Der Geruch einiger Biotonnen zieht bei den warmen Temperaturen übers Gelände. Trotzdem warten ab kurz vor 15 Uhr bereits 50 Leute vor dem Tor. An diesem Tag wird die Tafel etwa 100 Menschen mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs versorgen – oft Familien mit Kindern, Deutsche wie Flüchtlinge aber auch Rentnerinnen und Rentner. Die Klienten, wie sie hier heißen, müssen ihre Bedürftigkeit vorher mit einem Einkommensnachweis bewiesen haben und zahlen jeden Samstag 2,-Euro an die Tafel. Damit kann der Trägerverein der Potsdamer Tafel e.V. unter deren Dach die Teltower*innen arbeiten, aber gerade mal die laufenden Kosten der Unterhaltung der Ausgabe decken wie etwa die Kosten für die Transportfahrzeuge, die Gebäudenebenkosten und die Müllentsorgung.



Annalena Baerbock gibt Obst an Bedürftige der Teltower Tafel aus

Quelle: Team Baerbock

Bei den Essensspenden geht es um Grundsätzlichste, was die Menschen brauchen. Aber bei der Tafel wird auch immer wieder Unterstützung bei anderen alltäglichen Sorgen gesucht. Eine junge Mutter bittet Annalena Baerbock um dringende Hilfe. Ihre Kinder besuchen eine Inklusionsschule in Berlin, aber nach ihrem Umzug nach Teltow bedingt durch Trennung von ihrem Lebenspartner, will das Mittelmärker Jobcenter nicht für die Kosten des Schulweges aufkommen. Annalena Baerbock verspricht Unterstützung bei der Suche nach einer Lösung.

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