Bild: Schrotti/flickr, CC-by -sa 2.0

In Luckenwalde (Teltow-Fläming) wurde in der Nacht zum Freitag ein Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim verübt. Bereits am Mittwoch hatten Unbekannte auf dem Gelände des ehemaligen KZs Uckermark randaliert.

Das stetige und öffentliche Eintreten für ein friedliches Miteinander und gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ist und bleibt eine der zentralen Aufgaben in unserem Land. Die Vorfälle verdeutlichen, dass eine offene Gesellschaft kein Selbstläufer ist, sondern immer wieder gelebt und auch erlernt werden muss. Zentral bleibt es, in der Öffentlichkeit, in der Schule, aber auch in Vereinen und im Privaten für unsere Geschichte zu sensibilisieren und zugleich zu thematisieren, unter welchen Bedingungen Menschen vor Gewalt, Krieg, Misshandlung zu uns fliehen.

Flucht ist kein Verbrechen, sondern Flüchtlinge bedürfen unseres besonderen Schutzes. Angesichts der dramatischen Lage in Syrien, aber auch an vielen anderen Orten dieser Welt, ist es unsere völkerrechtliche Pflicht, mehr Menschen Schutz zu bieten. Die EU, Bund, Länder und Kommunen müssen hier an einem Strang ziehen und gemeinsam an einer humanen Flüchtlingspolitik arbeiten, anstatt wie Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich vor allem vor den steigenden Flüchtlingszahlen zu warnen. Ein gutes Signal ist, dass das Landesinnenministerium und das Bildungsministerium angekündigt haben, sich den flüchtlingspolitischen Herausforderungen nun stärker anzunehmen.


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