Eine kleine aber feine Runde fand sich am Montag, den 17. November zur „Grün macht Appetit“-Veranstaltung unter dem Motto „Vor Lima und Paris“ zur internationale Klimapolitik im Potsdamer Café Heider zusammen. Die eingeladene Expertin der Berliner Stiftung für Wissenschaft und Politik Susanne Dröge stellte in Kürze den aktuellen Bericht des Weltklimarates und den Stand vor den Klimaverhandlungen im Dezember im peruanischen Lima vor. Im Anschluss skizzierte Annalena Baerbock die grüne Haltung vor den Klimaverhandlungen. Aus grüner Sicht muss das Ziel sein, ein Zusatzprotokoll der Staaten anzustreben, die beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern vorangehen wollen. Im Anschluss entspann sich eine muntere Diskussion bei Potsdamer Kartoffelsuppe. Engagiert sich Deutschland in der Entwicklungsarbeit überhaupt genug im Bereich Erneuerbare Energien? In Tansania beispielsweise scheinen andere Nationen mit fossilen Energieprojekten wesentlich präsenter zu sein, wussten Teilnehmer einer Delegation der Stadt nach Sansibar zu berichten. Wie kann die Menschheit daran gehindert werden alle abbaubaren Carbonreserven auch tatsächlich abzubauen? Der aktuelle Ölpreiskrieg zwischen den USA, arabischen Staaten und Russland wurde ebenso diskutiert wie Fracking.

Die aktuelle Einigung von China und USA werde das 2Grad-Ziel nicht retten, so Dröge. Die Einigung sei nicht sonderlich ambitioniert. Der Druck komme von der Mittelschicht in den smogbelasteten Innenstädten Chinas. Die Zusagen der USA werde ein kommender Präsident nach Obama umsetzen müssen – aber wahrscheinlich gegen eine republikanische Mehrheit. Es sei völlig unklar, was davon noch Bestand haben wird.

Letztlich wurde auch der Bogen nach Brandenburg und Potsdam wieder geschlagen. Fazit: Wir müssen in Brandenburg konkret mit Klimaschutz anfangen, wo wir mit der Braunkohleverstromung massive Luftverschmutzer haben. Wenn man von einem Umstiegsplan statt einem Ausstiegsplan rede, seien die Menschen vor Ort auch leichter davon zu überzeugen. Von Teilnehmern wurde eingeworfen, dass es vielleicht eine grüne Industriegewerkschaft brauche, um dazu Prozesse innerhalb der Belegschaft in Gang zu bringen.

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