(von links Michael Jansen, Achim Alles und Alexandra von Oy von der Bombardier Geschäftsleitung, die grünen MdB Annalena Baerbock, Mathias Gastel und Stephan Kühn und der Hennigsdorfer Betriebsratsvorsitzende Michael Wobst

(von links Michael Jansen, Achim Alles und Alexandra von Oy von der Bombardier Geschäftsleitung, die grünen MdB Annalena Baerbock, Mathias Gastel und Stephan Kühn und der Hennigsdorfer Betriebsratsvorsitzende Michael Wobst - Quelle: Team Baerbock

In Hennigsdorf müssen weiter Schienenfahrzeuge gebaut werden. Wir unterstützen die Belegschaft am Produktionsstandort Hennigsdorf und zeigen uns solidarisch mit ihnen.

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will mit einem „Zukunftsprogramm Nahverkehr“ mit einer Milliarde Euro Bundesmitteln jährlich den Ausbau städtischer Nahverkehrssysteme voranbringen und damit gleichzeitig die Beschäftigungssituation in der deutschen Bahnindustrie verbessern. Eine Verkehrspolitik, die Verkehrsverlagerung auf Bus und Bahn in den Mittelpunkt stellt, ist die beste Beschäftigungssicherung für die Schienenfahrzeugindustrie in Deutschland. Mit einer halbierten „Schienenmaut“ für die Nutzung des Eisenbahnnetzes könnte der Schienenverkehr insgesamt wettbewerbsfähiger werden und so Anteile von der Straße zurückgewinnen. Auch bei den Forschungsaktivitäten im Bahnbereich muss der Bund mehr als bisher tun. Ein wichtiges Feld der Anwendungsforschung ist dabei die Automatisierung der Betriebsabläufe. Diese Forderungen bekräftigten die Teilnehmer eines Delegationsbesuchs auf dem Werksgelände von Bombardier in Hennigsdorf mit der Brandenburger Grünen-Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock und den beiden Bundestagabgeordneten im Verkehrsausschuss, Stephan Kühn und Matthias Gastel. Im Zentrum des offenen Austausches standen die Umbaupläne des Unternehmens wie auch die unsicheren Bedingungen für die Bahnbranche in Deutschland. Die Grünen-Bundestagsabgeordneten nehmen das Gespräch bei Bombardier zum Anlass, das Thema Beschäftigungssicherheit in der deutschen Bahnindustrie mit Vertretern aus dem Schienensektor und Vertretern der Gewerkschaften im Bundestag breiter aufzuarbeiten.

Die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock (Grüne) erklärte nach dem Besuch: „Als Politik müssen wir vor allem wieder Investitionssicherheit in der deutschen Bahnindustrie herstellen. Die einseitige autofreundliche Verkehrspolitik von Minister Dobrindt hat in den letzten Jahren gerade dem heimischen deutschen Eisenbahnmarkt sehr geschadet. Wir wollen daher eine Investitionsoffensive des Bundes für den Öffentlichen Verkehr anschieben und damit die Bahnindustrie im Land wieder stärken. Es ist gut, dass noch einmal Gespräche zu den geplanten Konzernumstrukturierungen aufgenommen werden sollen, denn zentral ist die Situation für die Beschäftigen, gerade hier in Hennigsdorf.“

Im gemeinsamen Gespräch mit der Geschäftsleitung und Mitgliedern des Betriebsrats und Gesamtbetriebsrats tauschten sich die Bundestagsabgeordneten über die aktuelle Marktsituation im Schienenfahrzeugbau und zur Situation am Standort Hennigsdorf aus. Anlass des Gespräches stand der Wunsch der Grünen-Abgeordneten nach politischen Lösungsmöglichkeiten bei der aktuellen Beschäftigungssituation im kanadischen Schienenfahrzeugkonzern.

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