Unteres Odertal

Unteres Odertal, Bild: Sane/wikipedia, CC BY-SA 3.0,

Immer wieder berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – wie etwa jüngst die der Illinois State University – von international steigenden Temperaturen in Seen durch den Klimawandel.

Seen reagieren oft abrupt auf Umweltveränderungen wie steigende Temperaturen oder erhöhte Nährstoffkonzentrationen. Werden bestimmte Grenzwerte erreicht, kann sich ein See plötzlich grün färben oder ganz „kippen“. Solche Veränderungen sind meist unumkehrbar und beeinflussen langfristig die Lebensgemeinschaften unter Wasser. Auch das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin untersucht diese Phänomene und kann in seinen Messreihen auf Beobachtungsdaten zum Stechliner See bei Neuglobsow seit dem Jahr 1960 zurückgreifen. Der See gilt als einer der klarsten, saubersten und tiefsten in Deutschland.

Im Laufe der letzten 50 Jahre hat sich das Oberflächenwasser des Stechliner Sees um mehr als 1,5° C erwärmt. Das zeigen die Langzeitmessungen. Ferner ändert sich die Dauer der Schichtungsphasen. Der Sauerstoff im See wird nun schneller aufgezehrt. Kommt es im Extremfall während der sommerlichen Schichtungsphase zu sauerstofffreien Verhältnissen in der Tiefe, ändert sich dort die Zusammensetzung der Organismen markant. Fischen und wirbellosen Tieren geht der Lebensraum vollständig verloren, und selbst die Zusammensetzung der Mikroorganismen verschiebt sich dramatisch.

Darüber hinaus häufen sich in den letzten Jahren Berichte über dramatisch niedrige Wasserspiegel bzw. das Trockenfallen von Oberflächengewässern. Hinzu kommt, dass im Nordosten Deutschlands laut GeoForschungsZentrum Potsdam seit über 30 Jahren sinkende Grundwasserspiegel beobachtet werden – was wiederum auch Auswirkungen auf die Natur hat.

Wir haben in einer Kleinen Anfrage die Bundesregierung deshalb nach den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässerqualität in Deutschland und Brandenburg gefragt.

Die komplette Kleine Anfrage inklusive der Antworten der Bundesregierung finden Sie hier

Meine Pressemitteilung zum Thema finden Sie hier.

 

 

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