Annalena Baerbock im Plenum des Deutschen Bundestages

Fragestunde im Plenum. Foto: DBT/

Kleine Anfrage der Abgeordneten Annalena Baerbock, Kordula Schulz-Asche, Harald Ebner, Kai Gehring, Bärbel Höhn, Maria Klein-Schmeink, Oliver Krischer, Christian Kühn (Tübingen), Stephan Kühn (Dresden), Steffi Lemke, Nicole Maisch, Peter Meiwald, Tabea Rößner, Elisabeth Scharfenberg, Dr. Harald Terpe, Markus Tressel, Dr. Julia Verlinden, Beate Walter-Rosenheimer und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Gesundheitsauswirkungen der Klimakrise

Am 23. Juni 2015 veröffentlichte das renommierte Medizin-Journal „The Lancet“ den Bericht „Health and climate change: policy responses to protect public health“ der Lancet-Kommission. Der Bericht zeigt den Einfluss der Klimakrise und ihrer Folgen für die menschliche Gesundheit auf und warnt eindringlich davor, dass die Klimakrise die jahrzehntelangen Bemühungen in den Bereichen Gesundheit und Entwicklungszusammenarbeit zerstören könnte. Eine ambitionierte Politik zur Vermeidung der Klimakrise hingegen böte laut der Experten die größte Chance dieses Jahrhunderts für das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschheit (http://press.thelancet.com/Climate2Commission.pdf), da z. B. durch den Ausstieg aus der Kohleverstromung die Luftqualität verbessert und Atemwegserkrankungen vermindert werden könnten.

Zudem stellt der Bericht fest, dass es insgesamt billiger sei, jetzt in die Begrenzung der Klimakrise zu investieren, als später die Mehrkosten in den Gesundheitssystemen zu finanzieren.

Wir haben der Bundesregierung daher einige Fragen gestellt, u.a.: Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über den volkswirtschaftlichen Schaden durch Erkrankungen und Todesfälle, die durch die Luftverschmutzung entstehen?

Zur kleinen Anfrage und der Antwort der Bundesregierung


 

Mehrer Zeitungen berichteten über die kleine Anfrage und die Studie des DWD zu den Gesundheitsfolgen der Klimakrise

ZEIT online, 25.08.2015. Studie: Mehr Krankheiten und Tote infolge des Klimawandels:

„Gesundheitsprobleme und sogar Todesfälle dürften nach Angaben der Bundesregierung infolge des Klimawandels in Deutschland zunehmen. Der bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu erwartende Anstieg von Hitzewellen könne zu einem häufigeren Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden führen, heißt es in einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion…“

NWZ online, 25.08.2015. Fünfmal mehr Hitzetote. Regierung warnt vor Folgen des Klimawandels

Die Bundesregierung warnt vor zunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen als Folge des Klimawandels in Deutschland. „Die zu erwartende Zunahme der Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen könnte wahrscheinlich zu einem häufigeren Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden während Hitzewellen führen“, heißt es in der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, die unserer Berliner Redaktion vorliegt…“

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