Annalena Baerbock im Plenum des Deutschen Bundestages

Fragestunde im Plenum. Foto: DBT/

Kleine Anfrage der Abgeordneten Peter Meiwald, Annalena Baerbock, Steffi Lemke, Bärbel Höhn, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Christian Kühn (Tübingen), Dr. Julia Verlinden und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kohlekraftwerke emittieren Unmengen an Schadstoffen, die sich negativ auf die Umwelt und die Gesundheit des Menschen auswirken. Einer der schädlichsten Stoffe, für dessen Ausstoß Kohlekraftwerke maßgeblich verantwortlich sind, ist Quecksilber. Bei Quecksilber wird zwischen anorganischen und organischen Verbindungen unterschieden. Anorganische Verbindungen können bei einer Aufnahme zu akuten Vergiftungen mit Todesfolge führen. Organische Verbindungen sind mehr als hundertmal so giftig. Besonders problematisch ist dabei Methylquecksilber, das in großen Mengen auf Emissionen aus Kohlekraftwerken zurückzuführen ist (siehe „Kohlekraftwerke im Fokus der Quecksilberstrategie“, Beckers, Heidemeier, Hilliges). Der Schadstoff findet sich in der Luft, auf Äckern und in Gewässern wieder. Über Nahrungsmittel, wie z. B. Fisch oder bestimmte Pilzsorten, wird das Gift schließlich in den Körper aufgenommen und kann damit der Gesundheit erheblich schaden.

Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken können nach Aussage der Bundesregierung um 80 Prozent reduziert werden („Kohlekraftwerke im Fokus der Quecksilberstrategie“, Umweltbundesamt, April 2015). Allerdings geht der Trend dahin, dass seit dem Jahr 2010 laut „Online Datenbank“ des Umweltbundesamtes wieder mehr giftiges Quecksilber in die Umwelt gelangt (siehe http://iir-de.wikidot.com/heavy-metals).

Daher haben wir die Bundesregierung zur Quecksilberbelastung von Gewässern befragt.

Zum pdf der kleinen Anfrage inklusive der Antworten der Bundesregierung

MEHR ZUM THEMA: Die grüne Bundestagsfraktion hat eine Studie zum Quecksilberausstoß aus Kohlekraftwerken erstellen lassen.

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