Braunkohlekraftwerk Jänschwalde.

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Bild: Ra Boe/wikipedia, CC-by-sa 2.5

Die Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat eine Studie zu den Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse heute veröffentlicht wurden. Die Studie beleuchtet die vielen Umweltgefahren und -belastungen, die von Quecksilber ausgehen und zeigt auch, dass die deutschen und europäischen Emissionsgrenzwerte dringend überprüft und verschärft werden müssen. Würde man die US-amerikanischen Grenzwerte anwenden, müssten derzeit 50 Kraftwerke vom Netz genommen werden. Spannend für Brandenburg ist auch, dass Jänschwalde bundesweit am meisten Quecksilber ausstößt.

Der Ausstoß von Quecksilber aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken ist für Mensch und Tier äußerst gesundheitsgefährdend. Es ist ein Unding, dass allein acht Braunkohlekraftwerke für mehr als 40 % der Gesamtquecksilberemissionen in Deutschland verantwortlich sind. Das Kraftwerk Jänschwalde ist dabei an der traurigen Spitze, denn kein anderes deutsches Kraftwerk stößt mehr Quecksilber aus.

Die Ergebnisse zeigen: Die Verstromung von Kohle ist gesundheitsgefährdend! Denn Quecksilber ist in Deutschland und Brandenburg nicht weniger toxisch als in den USA. Neben dem Klimaschutz sind Gesundheit und volkswirtschaftliche Folgekosten weitere Gründe, warum die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kohleverstromung endlich auf ihre Tagesordnung setzen muss.

Die USA sind wahrlich kein Hort des Umweltschutzes und hohen der Standards, aber bei der Verhütung von Gesundheitsrisiken durch Quecksilberemissionen sind sie beispielhaft. Die Bundesregierung muss endlich handeln, seine Bürgerinnen und Bürger schützen und strengere Grenzwerte einführen.

Die komplette Studie finden Sie hier.


Bild: ©Ra Boe/wikipedia, CC-by-sa 2.5

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