Das „Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“ ist ein Zusatzprotokoll zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (→ UNFCCC). Es wurde am 11. Dezember 1997 auf der Vertragsstaatenkonferenz COP3 beschlossen und trat am 16. Februar 2005 in Kraft. Das Abkommen legt erstmals völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind. Bis heute haben 191 Staaten sowie die Europäische Union das Kyoto-Protokoll ratifiziert. Die einzigen UN-Mitgliedsstaaten, die das Protokoll nicht ratifiziert haben sind Andorra, Kanada, Südsudan und die USA.

Mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls verpflichteten sich die Industriestaaten verbindlich dazu, ihre Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase – darunter Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O, Lachgas) – im Zeitraum 2008 bis 2012 um insgesamt mindestens fünf Prozent gegenüber den Emissionen von 1990 zu senken. Im Rahmen des EU-internen Lastenverteilungsverfahrens wurde dieses Gesamtziel individuell auf die damals noch 15 EU-Mitgliedstaaten aufgeteilt, wobei Deutschland sich dazu verpflichtete, insgesamt 21 Prozent weniger Treibhausgase zu emittieren.

→ Zum englischen Text des Kyotoprotokolls

→ Zum deutschen Text des Kyotoprotokolls

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