Eisenbahnbrücke über die Elbe - pixelio - Marco Barnebeck

Die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat in einer Kleinen Anfrage die Bundesregierung nach dem Zustand der Eisenbahnbrücken im Land Brandenburg befragt. Die Antwort ist erschreckend: So weisen 8,1 Prozent der Eisenbahnbrücken „gravierende Schäden“ auf, während bei weiteren 25,5 Prozent „umfangreiche Schäden“ festgestellt wurden. Ein Drittel der Eisenbahnbrücken in Brandenburg befindet sich also in einem maroden Zustand. Dennoch sehen sich Bahn und Bund offensichtlich nicht gezwungen, die Brücken zügig zu sanieren. Gerade mal 3 bis 5 Prozent der insgesamt 801 Eisenbahnbrücken in Brandenburg sollen künftig erneuert werden.

Es ist dramatisch, wie die Bahn und der Bund das Streckennetz verlottern lassen und das damit verbundene Chaos im Fahrplan billigend in Kauf nehmen. Die Bahn hat viel zu lang nur auf den Profit geschaut und ein intaktes Streckennetz vernachlässigt. Es kann nicht sein, dass durch diesen selbstverordneten Sparzwang Qualität und Mobilität leiden. Vor allem für die ländlichen Regionen ist das fatal. Die Landesregierung darf nicht weiter tatenlos zusehen, wie die Infrastruktur im Land verfällt, sondern muss den Bund und die Bahn in die Pflicht zur Sanierung nehmen. Nur ein gutes und modernes Streckennetz kann Sicherheit und Zuverlässigkeit der Eisenbahnen gewährleisten.

Eine vollständige und umfangreiche Auswertung der Antwort der Bundesregierung nehmen wir noch vor und werden Sie auch darüber informieren.

HIER ein Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten dazu.


Bild: ©Marco Barnebeck/PIXELIO

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.