Tagebau Welzow Süd, Bild: J.H.Janßen/wikipedia, CC-by -sa 3.0

Die bergbaupolitischen Sprecherin der Brandenburgischen Landtagfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sabine Niels und ich haben die Parteinahme des Vorsitzenden der Bundes-SPD Sigmar Gabriel für den Aufschluss des Braunkohletagebaus Welzow-Süd Teilfeld II in der Lausitz in einem Offenen Brief kritisiert. ,,Ihr ,,Patenkind“ – Eisbär Knut dreht sich im Grabe um, wenn er sieht, wie Sie den Klimakiller Braunkohle hofieren“, heißt es in dem Brief.  Fraktion und Partei laden Gabriel darin ein, sich vor Ort über die drohenden Schäden für Mensch, Tier, Umwelt und Wirtschaft durch den Aufschluss des Tagebaus ein Bild zu machen.

Durch die Verstromung der in Welzow-Süd II gewonnenen Braunkohle würden mehr als 200 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 freigesetzt. Dabei ist der Neuaufschluss des Tagebaus energiepolitisch überflüssig, wie Gutachten zeigen. Die bereits jetzt genehmigten Braunkohlevorräte in der Lausitz reichen, um den Bedarf bis zu Beginn der 2040er Jahre zu decken. Bis dahin ist genug Zeit, die Energiewende auch in der Lausitz zu meistern.

Der SPD-Bundesvorsitzende hatte am Montag die Lausitz besucht und nach Angaben der Gewerkschaft IGBCE eine Sammeleinwendung der Initiative ,,Pro Lausitzer Braunkohle“ im Rahmen des Braunkohleplanverfahrens für den Tagebau Welzow-Süd Teilfeld II unterzeichnet.

Anlage: Offener Brief


Bild: © J.H.Janßen/wikipedia, CC-by -sa 3.0

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