Filmstudio Babelsberg (Bild: Wikipedia/Unify, CC0)

Die Potsdamer Bundestagsabgeordnete ANNALENA BAERBOCK von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert die mit Mehrheit der Großen Koalition im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossene erneute Kürzung des Deutschen Filmförderfonds (FFF) gegenüber dem Jahr 2013:

„Das ist kein guter Tag für den Filmstandort Babelsberg und den Filmstandort Deutschland insgesamt. Die Große Koalition düpiert mit ihrer Entscheidung gerade auch die Hauptstadtregion. Dabei ist Filmförderung nicht nur Kultur- sondern auch lohnende Wirtschaftsförderung. Jeder investierte Euro Förderung bringt sechs Euro für die regionale Wirtschaft.

Das Schlimmste ist, der wichtige Wirtschaftszweig Berlin-Brandenburgs soll noch weiter geschwächt werden. Im kommenden Jahr sieht die Bundesregierung weitere Kürzungen für den Deutschen Filmförderfonds vor. Und die rot-rote Landesregierung hält still, während die Bundesregierung dort die Axt anlegt.“

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatten im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages eine Beibehaltung der Förderung bei 60 Mio. Euro beantragt. Das wurde mit der Mehrheit von CDU und SPD abgelehnt. 2013 hatte der Fonds noch 70 Mio. Euro aus Steuergeldern ausreichen können. Im Jahr 2014 waren es nur noch 60 Mio. Euro. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen die FFF-Förderpraxis transparenter und fairer gestalten. Die Fraktion fordert eine qualitative Evaluation der Mittelverwendung.


Aktualisierung:

Über das Thema berichteten die Potsdamer Neuesten Nachrichten am 14.11.2014: Kritik an gekürzter Filmförderung


Bild: Der Haupteingang zum Filmstudio Babelsberg, ©Unify/wikipedia, CC0

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1 Kommentar

  • Thorsten 19.11.2014 Permalink

    Die Maßnahme erscheint sehr kurzsichtig, zumal in derselben Woche ein Investitionsvorhaben angekündigt wird um die Wirtschaft in Gang zu setzen. Dabei ist die bisher veranschlagte Summe relativ überschaubar im Verhältnis zu anderen Aufwendungen der Regierung. Wenn es dann bereits eine etablierte Form gibt, deren Sinnhaftigkeit bewiesen ist und diese kalkulierbar bleibt kann man nur mit Unverständnis reagieren.