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Während der Delegationsreise des Wirtschaftsausschusses in Moskau hat Peter Ramsauer, Vorsitzender des Ausschusses, Kritik am Bau von Nord Stream 2 heruntergespielt. Dazu erklärt Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik (und Teil der Delegationsreise):

„Es ist gerade angesichts der derzeitigen Konflikte mit Russland inakzeptabel, dass Peter Ramsauer nicht jede Gelegenheit nutzt, sich von der umstrittenen Nord-Stream-Pipeline zu distanzieren. Stattdessen bestärkt er die russische Haltung, Nord Stream 2 sei ein russisch-deutsches Projekt und mehr als nur ein Energievorhaben. Das ist gerade auch für die osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten beunruhigend, insbesondere in Zeiten der anhaltenden Ukraine-Krise.

Ohnehin gibt es ausreichend weitere Kritikpunkte gegen Nord Stream 2. Denn ein Bau zementiert die fossile Abhängigkeit undwiderspricht den europäischen Dekarbonisierungsverpflichtungen gemäß des Pariser Abkommens. Es schwächt zudem die Weiterentwicklung der europäischen Energieunion und verstärkt die Abhängigkeit von Russland als Versorger, der zukünftig sein Monopol auch als Druckmittel verwenden könnte.“

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