Rotkehlchen

Rotkehlchen, Foto: Karl Dichtler pixelio.de

Mit einer Apfelbaumpflanzaktion ist die heutige Umweltministerkonferenz in Bad Saarow zu Ende gegangen. Der Brandenburger Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) wird zitiert: «Damit die Welt nicht zugrunde geht, müssen wir alles dafür tun, um die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zu erhalten.»

Dazu sagt die Grünen Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock:

„Wenn Herr Vogelsänger es mit dem Artenschutz ernst meinen würde, müsste er sich gegen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und ausgeräumte Landschaften in Brandenburg einsetzen. Dabei agiert Brandenburgs Landwirtschaftsminister Vogelsänger bisher als politische Speerspitze einer industriellen Landwirtschaft. Das ist auch deutschlandweit bekannt. Engagement für die Artenvielfalt musste man in seiner Politik bisher suchen.“

Baerbock verweist auf die dramatischen Folgen der extensiven Landwirtschaft gerade für die in der Vögelwelt: „In Europa gibt es einen dramatischer Rückgang von rund 300 Mio. Brutpaaren zu verzeichnen. Dabei mussten die Vogelarten der Agrarlandschaft die stärksten Einbußen hinnehmen.“

Die aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/11877) der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen (LINK) zeigt die Verluste der heimischen Vogelwelt auf. So gibt es große Bestandsabnahmen um bis zu 80% bei Kiebitz, Braunkehlchen, Uferschnepfe und Rebhuhn. Als Ursachen für den Rückgang macht die Bundesregierung Lebensraumveränderungen, die Verringerung des Nahrungsangebot durch den Rückgang von Insektenbiomasse um bis zu 90% und Herbizideinsatz aus.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.