Strommast vor blauem Himmel

Bild: Petra Dirscherl /pixelio.de

Zu den Äußerungen des Wirtschafts- und Energieministers Albrecht Gerber beim Treffen mit den Präsidenten der Handwerkskammern sagt Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik und Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg:

„Albrecht Gerber verschweigt bedauerlicherweise erneut die Ursachen für die ungerechte Verteilung der EEG-Umlage. Die Große Koalition hat EEG-Ausnahmen für die Großindustrie auf inzwischen 6,5 Milliarden Euro hochgeschraubt. Großunternehmen zahlen für ihren Strom heute ein Drittel weniger als 2008, weil sie sich nicht an der Finanzierung der erneuerbaren Energien beteiligen. Das geht voll zu Lasten der Verbraucher und der kleinen und mittleren Unternehmen. Wer tatsächlich etwas für die Verbraucher und den Mittelstand tun möchte, muss diese Rabatte zurücknehmen und die wirklich notwendigen Ausnahmen für stromintensive Industrien über den Bundeshaushalt statt über die Stromrechnung finanzieren. Damit entlasten wir die Verbraucher, das Handwerk und den Mittelstand.“


Hintergrund:
Landeswirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber (SPD) hat am Freitag mit den drei Präsidenten der Brandenburger Handwerkskammern über die zukünftige Finanzierung der erneuerbaren Energien diskutiert und gefordert, es „müsse zumindest ein Teil der Kosten für den Erneuerbaren-Ausbau aus dem öffentlichen Haushalt finanziert werden.“

https://www.pv-magazine.de/2017/09/15/brandenburg-fordert-entlastung-fuer-mittelstand-bei-eeg-umlage/

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