Bild: F.Betz/pixelio.de

PM|Laue Worte statt konkreter Ergebnisse auf dem deutsch-polnischen Bahngipfel

Der Weiterbetrieb des Kulturzuges unter einer Mitfinanzierung der Deutschen Bahn ist das einzige konkrete Ergebnis dieses zweiten sehr hoch aufgehängten deutsch-polnischen Bahngipfels. Bei aller positiver Bilanz des letzten Jahres – der Kulturzug und neue Direktverbindungen zwischen Berlin und Gorzow bzw. Berlin und Zielona Gora – ist der zweite deutsch-polnische Bahngipfel eine Enttäuschung. Er schaut überhaupt nicht nach vorn. Von einem Bahngipfel erwarte ich, dass gemeinsame Ziele vereinbart werden und konkrete Ergebnisse verkündet werden.

Besonders enttäuschend ist, dass keine konkrete Planungsvorleistungen der Länder für die Strecke Berlin – Wroclaw angekündigt wurden und dass das einzig neue konkrete Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan, die Strecke Berlin-Angermünde-Passow-Szczecin, auch noch eine massive Panne enthält: Das Land Brandenburg und der Bund haben es leider versäumt, fachliche und politische Einigkeit bezüglich der Zweigleisigkeit zwischen Angermünde und Szczecin herzustellen. Es ist ein Drama, dass der Bahngipfel in dieser Uneinigkeit gestern ausgerechnet in Szczecin stattfand, der Bund aber morgen im Bundestag den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschließt, in dem aber das Vorhaben nur mit der Elektrifizierung der Strecke, und ohne den Ausbau der Zweigleisigkeit enthalten ist. Nicht nur, dass die weiterhin bestehende Eingleisigkeit an dieser Stelle fachlich absurd ist und den zukünftigen Engpass schon vorprogrammiert. Ich hatte erwartet, dass es auf dieser Strecke endlich losgeht. Ich hatte erwartet, dass der Zeitpunkt der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Deutscher Bahn verkündet wird. Das ist höchst unbefriedigend.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld