Bild: Grüne Bundestagsfraktion

Zur heutigen Präsentation des World Energy Outlook 2016 erklären Jürgen Trittin, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss   und Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik:

Der World Energy Outlook 2016 zeigt: 2040 kann weltweit 60 % des Stroms erneuerbar sein. Die internationale Energieagentur prognostiziert bis dahin massive Investitionen und eine weitere Kostenreduktion von bis zu 70 %. Und was macht Deutschland? Es hält an der Kohle fest.

Weltweit wird der Kohleverbrauch in den kommenden Jahrzehnten zurückgehen. Laut World Energy Outlook werden Erneuerbare Energien schon in 15 Jahren die Kohle überholt haben. Deutschland tut nichts dafür, seinen einstigen Vorreiterstatus zurückzuerobern. Statt im Inland Erneuerbare zu bremsen und international Investitionen in fossile Energien zu verbürgen, muss Deutschland endlich in eine aktive Politik des globalen Divestments einsteigen.

Und auch sonst hinkt die Bundesregierung den eigenen Versprechen hinterher. Auf dem G7-Gipfel in Elmau hat sie noch beschlossen, den Zugang zu erneuerbaren Energien in Afrika und Entwicklungsländern zu beschleunigen. Der World Energy Outlook zeigt nun, dass bis 2040 550 Millionen Menschen ohne Zugang zu Strom bleiben werden. Die deutsche G20-Präsidentschaft muss genutzt werden, um die 440 Mrd. Subventionen in fossile  Energien zu beenden.

Der Bericht macht noch mal deutlich: Die Bundesregierung hat kein schlüssiges Konzept für eine Energieaußenpolitik, die Klimaschutz, Energiewende und internationale Zusammenarbeit zusammendenkt.

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