Zum Abschluss der UN-Klimakonferenz in Bonn erklärt Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik:

Auch die Bonner Klimakonferenz hat gezeigt: Deutschland droht immer mehr zum klimapolitischen Zaungast zu werden. Deutschland und die EU können der neuen Dynamik durch die USA und China zusätzlichen Schub verleihen, doch dazu braucht es klare Signale.

Wer nächstes Jahr in Paris das Kyoto-Nachfolgeregime mitbestimmen möchte, muss jetzt Verhandlungsmasse aufbauen. Die EU-Staaten müssen schon auf dem „Ban Ki Moon“-Gipfel im September liefern: Verbindliche Klimaziele zur CO2-Reduktion, Ausbau der Erneuerbaren und der Energieeffizienz, einen Reformvorschlag für den Emissionshandel und eine gerechte internationalen Klimafinanzierung. Sonst werden sie 2015 nur Zaungäste bleiben.

Deutschland braucht Chefverhändler statt Märchenerzähler. Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Barbara Hendricks müssen wissen: Deutscher klimapolitischer Lyrik vertraut man international nicht mehr. Wer zu Hause schützend die Hand über die dreckige Kohle hält, wird andere nicht für internationalen Klimaschutz von den Stühlen reißen. Schwarz-Rot scheint derzeit zu schwerfällig und träge, um andere zu bewegen. Merkel schafft es ja noch nicht mal zum Klimagipfel im September in New York

(Bild: adamci, freeimages.com)

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