Kraftwerk Niederaussern, Bild: ©Uwe Hiksch/flickr

Frankfurter Neue Presse, 26.10.2015: Stromkunden müssen bezahlen

„Konzerne gewinnen Kampf um die Kohle. Nicht nur Vertreter der Grünen und von Umweltverbänden sind in den vergangenen Monaten dagegen Sturm gelaufen. Auch Monopolkommission und Wirtschaftsinstitute haben die Braunkohle-Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel heftig kritisiert. Sie werden nun trotzdem Realität. Manchmal holen einen alte Sprüche ein. Im Sommer vergangenen Jahres legte sich Sigmar Gabriel mit den Strombossen an. „Hartz IV“ für Kraftwerke werde es mit ihm nicht geben: „Nicht arbeiten, aber Geld verdienen“, das könne es ja wohl nicht sein, tönte der SPD-Chef. Bei der großen Reform des Strommarktes, die auf die Zielgerade einbiegt, hält sich Gabriel zwar daran. Bei der Braunkohle ist er aber eingeknickt.“


energie-experten.org, 26.10.2015: Erste Braunkohlekraftwerke werden in Sicherheitsbereitschaft überführt

„Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich nun mit den Kohlekraftwerksbetreibern auf die Stilllegung erster Kraftwerke verständigt. In der Braunkohle sollen so 12,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, in dem Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 2.700 Megawatt schrittweise für vier Jahre in eine „Sicherheitsbereitschaft“ überführt und anschließend stillgelegt werden. Kritiker wenden ein, dass somit die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken finanziert wird, die ohnehin bis 2020 stillgelegt worden wären. Zudem seien diese Maßnahmen nicht ausreichend, um die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen.“

 

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