Volker Krink, Geschäftsführer der Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH, zeigt mir den Betrieb. Foto: privat

Volker Krink, Geschäftsführer der Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH, zeigt mir den Betrieb. Foto: privat

Blick in den Plasmaschneider der Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH. Foto: privat

Blick in den Plasmaschneider der Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH, natürlich nur mit Schutzmaske. Foto: privat

Ein wirklich bereichernder Auftakt der Sommerreise bildete für mich der Besuch beim Schweißtechnikhersteller Kjellberg in Finsterwalde (Elbe-Elster) am 12.07. Der Betrieb mit derzeit ca. 400 Beschäftigten hat mit über 60 Prozent einen für die Brandenburger Wirtschaft sehr hohen Exportanteil. Er ist ein absolutes Positivbeispiel wie man weltweit erfolgreich wirtschaften und gleichzeitig solidarisch organisiert sein kann. Nach einer Privatisierung durch die Treuhand in den 90er Jahre drohte dem Betrieb die Insolvenz. Die Beschäftigten setzten den damaligen Eigentümer gemeinsam mit ihren Lohnforderungen unter Druck, kauften den Betrieb und überführten ihn in eine Industriestiftung. Entgegen vieler Bedenkenträger darunter auch die Gewerkschaften. Was jetzt zur Folge hat, dass keine Gewinnabschöpfungen wie bei privaten Eigentümern stattfinden, sondern dass Gewinne sowohl in Forschung und Entwicklung als auch als Unterstützung in die Region fließen. Dieses Modell führt auch dazu, wie uns der Geschäftsführer verdeutlichte, dass man auf die konjunkturellen Schwankungen der Nachfrage nicht gleich aktionistisch mit Entlassungen oder Unternehmensverkäufen reagiert. Umso erstaunlicher, dass soweit bekannt, noch kein anderes Unternehmen, diesem Modell gefolgt ist.

 

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