Annalena Baerbock im Labor von Biopos

im Labor von Biopos, Foto: Team Baerbock

Schon lange wollte ich das Biopos Institut in Teltow-Seehof besuchen, um von Prof. Dr. Birgit Kamm, der Leiterin des Forschungsinstituts, mehr über die stoffliche Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zu erfahren. Im Rahmen meiner Sommertour habe ich am 13. Juli endlich die Zeit gefunden, mich mit dem Institut näher auseinander zu setzen und es mir persönlich anzuschauen.

Biopos forscht daran, Gras, Altpapier, Holz und Stroh regional und ökologisch zu Bestandteilen von Pharmaka und Kosmetik, aber auch zu Polymeren, Pflanzenschutzmitteln oder Kraftstoffen zu verarbeiten. Um dies zu realisieren arbeitet das Institut u.a. mit großen Chemiebetrieben wie BASF in Schwarzheide zusammen. Die Chemieriesen haben mittlerweile die Potentiale von nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffverwertung erkannt. Im Labor konnte unsere Besuchergruppe aus lokalen Grünen und Experten der Bundestagsfraktion dann im Institut entwickelte, innovative Rohstoffgewinnungsverfahren aus Produktionsabfall anschauen,  die von jungen Forschern gerade zur Patentreife gebracht werden.

Mit der Nutzung von Reststoffen können wir uns von fossilen Rohstoffen wie Erdöl lösen – das Land Brandenburg sollte daher diese Zukunftstechnologien daher fördern und den Strukturwandel unterstützen. So ist Biopos bereits in Gesprächen mit der Innovationsregion Lausitz, denn gerade dort könnte die grüne Technik nach dem Braunkohleausstieg zum Einsatz kommen.

Die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichteten:

Kosmetik und Kleider aus Gras (14.07.2016)

Kosmetik und Kleider aus Gras, Kleb- und Kunststoffen, aus alten Zeitungen – in sogenannten Bioraffinerien wird aus nachwachsenden Rohstoffen allerlei Nützliches für den Alltag hergestellt. Wie vielfältig die Produkte sind, die ursprünglich aus Gras, Altpapier, Holz und Stroh entstehen und in den grünen Raffinerien zu Chemikalien weiterverarbeitet werden, hat die Leiterin des Forschungsinstituts Biopos in Teltow-Seehof, Birgit Kamm, am Mittwoch bei einem Besuch der Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock (Grüne) vorgestellt…

 

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