Probebohrung nahe Münchehofe, Foto: Team Baerbock

Probebohrung nahe Münchehofe, Foto: Team Baerbock

Im Landschaftsschutzgebiet bei Münchehofe soll nach Gas gebohrt werden, angeblich ohne Lagerstättenwasser und Bohrschlamm und alles ganz sauber. Um das zu überprüfen, habe ich am 20.7. einen Sommertour-Stop in Münchehofe eingelegt und mich zunächst bei der Interessengemeinschaft „Bürger in Bewegung“ über die geplante Förderung von Erdgas informiert. Denn während die Firma Engie ab 2018 Erdgas fördern will, bleibt für die Anwohnerinnen und Anwohner die Frage offen, unter welchen Umständen die Bohrung in einem Naturpark überhaupt naturverträglich möglich ist.

Anschließend haben wir gemeinsam mit dem Bürgermeister rund um das alte DDR-Bohrloch etwas gegraben und sind just auf alten Bohrschlamm gestoßen. Diesen lasse ich nun in einem Labor untersuchen und werde Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Meine Pressemitteilung zum Thema

Hintergrund: Bohrschlammgruben

Recherchen von NDR und WDR zufolge könnte es bundesweit womöglich mehr als 1.400 Bohrschlammgruben mit giftigen Abfällen aus der Erdöl- und Erdgasförderung geben. Auch Umweltverbände schlagen Alarm. Demnach soll der Bohrschlamm in der Vergangenheit ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen entsorgt worden sein, obwohl es sich offenbar um Sondermüll handelt. Der Bohrschlamm kann zum Beispiel krebserregende polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, aber auch giftige Schwermetalle, wie Quecksilber und Arsen, sowie radioaktive Stoffe. Die stoffliche Zusammensetzung von Bohrschlamm kann variieren und somit auch der Schadstoffgehalt. Die Überwachung von Schlammgruben und die Entsorgung des giftigen Sondermülls liegen in der Zuständigkeit der Länder. Dem NDR/WDR zufolge soll es auch in Brandenburg etwa 400 Verdachtsflächen geben.

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