Annalena Baerbock und Mitglieder lokaler Bürgerinitiativen sowie der Grünen Lübben.

Besichtigung des geplanten Trassenverlaufs der Ortsumgehung Lübben. Foto: Team Baerbock

 

Ein unsinniges Verkehrsprojekt in Brandenburg stand am 20.07. auf dem Programm meiner Sommertour: Mitten durch die wunderbare Dünenlandschaft der Hartmannsdorfer Alpen rund um Lübben will die brandenburgische Landesregierung eine Umgehungsstraße bauen, die auf elf Kilometern Länge allein dreizehn Brückenbauwerke haben soll. Mit den veranschlagten 55 Mio. Euro wird man dadurch bei weitem nicht auskommen. Doch auch ansonsten ist das Projekt komplett unsinnig: Durch die Umgehungsstraße ist kaum mit einer Verkehrsentlastung zu rechnen, denn 85% des derzeitigen Verkehrs hat als Quelle oder Ziel die Stadt Lübben. Eine Umgehungsstraße ist für diesen Verkehr vollkommen nutzlos.

Auch die örtlichen Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen sind davon überzeugt, dass die geplante Ortsumgehung kein Verkehrsproblem lösen, aber viel Natur unwiederbringlich zerstören würde. Betroffen wären die Hartmannsdorfer Dünen, Teile des Spreewaldes und Moorgebiete. Zum Glück ist das Projekt im Bundesverkehrswegeplan nur als „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingeordnet. Das macht eine Realisierung in näherer Zukunft immerhin unwahrscheinlich. Doch eigentlich müsste die Umgehungsstraße komplett aus dem Plan herausfliegen, stattdessen muss mehr Geld für Schienenprojekte – beispielsweise das zweite Gleis zwischen Lübbenau und Cottbus – her.

Gemeinsam mit den lokalen Grünen werde ich auf jeden Fall am Thema dran bleiben!

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Bundespolitikerin über Trassenverlauf verwundert (22.07.2016)

Die Ortsumfahrung von Lübben ist ein Dauerbrenner. Befürworter und Gegner tauschen immer neue Argumente aus. Vor allem die geplante Trassenführung polarisiert. Die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich jetzt selbst ein Bild vor Ort gemacht und ist verwundert…

 

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