Jährlich vergibt die Europa – Union Deutschland einen Europapreis in vier Kategorien. Für die Kategorie Europa-Lilie für die herausragendste europapolitische Leistung des Jahres habe ich die Städte Frankfurt (Oder) und Slubice vorgeschlagen. Die Inbetriebnahme der ersten länderübergreifenden Fernwärmeverbindung ist ein kühnes und wegweisendes Projekt für die zukünftige Daseinsvorsorge in Europa mit Vorteilen und wirtschaftlichem Nutzen für beide Seiten. Für die Kategorie Europa-Distel für den größten europapolitischer Fauxpas des Jahres habe ich die Deutsche Bahn AG und die PKP S.A. vorgeschlagen, denn: die jahrelange Vernachlässigung grenzüberschreitender Bahnstrecken und die mangelnde Einigung hinsichtlich der Prioritäten in der Elektrifizierung der grenzüberschreitenden Schienenverkehrsachsen trugen maßgeblich zur kürzlichen Kappung zweier deutsch – polnischer Bahnverbindungen (Berlin – Wroclaw und Dresden – Wroclaw) bei. Das Schienennetz zwischen Deutschland Und Polen gleicht einem Flickenteppich, dessen Lücken 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 10 Jahre nach der Osterweiterung exakt entlang der Grenze sind, und führt dazu, dass es heute weniger Bahnverbindungen gibt als zu Zeiten des kalten Krieges.

Aus den eingereichten Vorschlägen nominiert das Europapreis-Kuratorium nach inhaltlicher und formeller Prüfung in jeder Kategorie drei Kandidaten. Auf www.europa-professionell.de können BürgerInnen aus den Nominierten anschließend Ihre Favoriten per Online-Abstimmung wählen.

Preisträger der Europa-Lilie waren in den vergangenen Jahren unter anderem der Deutschlandfunk, Martin Schulz (MdEP) und Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro. Preisträger der Europa-Distel waren in den vergangenen Jahren unter anderem Henryk M. Broder, Alexander Dobrindt (MdB) und die BILD-Zeitung.


 

die MOZ berichtete: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1376374

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