Auf einer Zeitungsseite sieht man ein Stück eines Artikels über Annalena Baerbock und ein Foto von ihr.

Seite des MOZ-Kinderjorunals. Bild mit freundlicher Genehmigung der Märkischen Oderzeitung

am 29./30. Juli erschien im Kinderjournal der Märkischen Oderzeitung ein Artikel über mich und meine Arbeit, der kindgerecht erklärt, was ich als Abgeordnete im Bundestag mache:

Sitzen, sitzen, sitzen

Was machen eigentlich Bundestagsabgeordnete den ganzen Tag? Wir haben eine gefragt

Von Antje Scherer

Montags kommt Annalena Baerbock immer ziemlich außer Atem zur Arbeit. Sie hat dann früh noch schnell ihre Töchter in den Kindergarten gebracht und muss sich beeilen, damit sie rechtzeitig am Schreibtisch sitzt. Die Kita und ihre Wohnung sind in Potsdam – sie arbeitet aber mitten in Berlin. Und zwar im Bundestag. An den anderen Tagen sieht sie die zweijährige Mila und die fünfjährige Luna nur selten, weil sie morgens so früh losgeht und so spät nach Hause kommt. Um die kümmert sich dann Papa.

Annalena Baerbock ist Politikerin und seit fast vier Jahren Bundestagsabgeordnete; eine von 630. Die Politiker sind von den Bürgern gewählt und sollen sich für deren Interessen einsetzen. Alle vier Jahre wird neu gewählt – in acht Wochen ist es wieder soweit.“

Annalena Baerbocks Wahlkreis liegt in Potsdam und Umgebung. Ein Wahlkreis ist ein Gebiet, in dem die Menschen abstimmen, welcher Politiker für sie im Bundestag sitzen soll. Da Annalena Baerbock die einzige Abgeordnete ihrer Partei – den Grünen – in Brandenburg ist, fühlt sie sich aber auch für den Rest des Bundeslandes zuständig. Deshalb hat sie auch ein zweites Büro in Frankfurt. „Dort bin ich viel unterwegs, wenn in Berlin keine Sitzungswoche ist“, erklärt sie. Sie trifft dann Bürger, besucht Firmen oder auch mal die Polizei, um deren Probleme zu erfahren, und diskutiert mit Schülern.

Sitzungswochen sind die Wochen, in denen die Abgeordneten in Berlin diskutieren, über Gesetze abstimmen oder sich in Arbeitsgruppen treffen. Dafür gibt es eine Art Stundenplan. Da drin steht zum Beispiel: Montag, 10 Uhr: Wochenplanung mit den Mitarbeitern; Dienstag, 15 Uhr: Fraktionssitzung (mit den anderen Grünen-Politikern); Donnerstag, 9 Uhr: Plenardebatte. Das sind die Reden im Bundestag, die man im Fernsehen sieht. Auch Annalena Baerbock hält Reden – „es kommt aber seltener vor, als viele denken.“ Weil ja eben über 600 Abgeordnete im Bundestag sitzen. Einige ihrer Reden kann man sich im Internet angucken, und sie wirkt dort total locker und cool. „Nee, ich bin schon aufgeregt“, sagt sie. Am dollsten muss man auf die Zeit aufpassen – wer zu lange spricht, dem wird das Mikro abgedreht!

Die Debatten und Abstimmungen sind zwar wichtig, aber nur das Finale. Der Großteil ihrer Arbeit passiert drumherum. Wenn sie ihrer Tochter erkläre, was sie den ganzen Tag mache, sage sie: „Sitzen, sitzen, sitzen“, erzählt Annalena Baerbock und lacht.

Sie trifft sich zum Beispiel auch mit Kollegen anderer Parteien, die sich um ähnliche Themen kümmern, hat Gespräche mit Ministern oder Botschaftern und gibt Interviews. Abends sind oft Empfänge oder Podiumsdiskussionen. Und zwischendurch muss sie Mails beantworten und Fachtexte lesen.

Warum hat sie sich diese Arbeit ausgesucht? „Ich würde die Welt gerne ein bisschen zum Guten verändern“, sagt sie. „Und das geht – man kann wirklich etwas erreichen!“

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