Bild: © Astrid Götze-Happe/PIXELIO

Die Ergebnisse des deutsch-polnischen Bahngipfels können nur ein zaghafter Anfang sein. Die jetzt verkündeten Einigungen bringen zwar Bewegung in lange stockende Projekte, aber sie greifen zu kurz. Als Mitglied in der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag muss ich sagen: Es fehlt ein strategischer Fahrplan für die Wiedereinrichtung weggefallener Bahnverbindungen zwischen wichtigen Städten der Hauptstadtregion und Polens.

Für sein eigenes Bundesland hat Ministerpräsident Dietmar Woidke als Beauftragter der Bundesregierung leider wenig erreicht. Berlin ist weiterhin nicht direkt an Wrocław (Breslau), die Europäische Kulturhauptstadt 2016, angebunden. Damit bleibt die Universitätsstadt Cottbus vom direkten Zugverkehr mit Polen abkoppelt. Auch die Zukunft der eingestellten Regionalverbindung zwischen den Universitätsstädten Frankfurt und Poznań (Posen) ist völlig unklar. Hier werden erhebliche Chancen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung sowie das Zusammenwachsen der Grenzregion verschenkt.

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