Liebe Freundinnen und Freunde,

Ihr habt mir bereits zweimal das Vertrauen gegeben, uns Brandenburger Bündnisgrüne im Deutschen Bundestag mit einer starken Stimme zu vertreten. Was für eine Ehre und schöne Herausforderung. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei Euch!

Diese Arbeit möchte ich gerne mit ganzer Kraft fortsetzen. Deshalb bewerbe ich mich erneut bei Euch um Platz eins unserer Landesliste.

Und doch ist diesmal alles anders: für uns Bündnisgrüne, für das ganze Land, aber auch für mich als Direktkandidatin im Wahlkreis Potsdam. Alles ist offen. Alles ist möglich. Mit der Bundestagswahl in einem Jahr endet eine politische Epoche und eine neue beginnt. Vorbei sind die Zeiten, in denen CDU und SPD alles unter sich ausmachten. Wir Brandenburger Bündnisgrüne haben unsere Mitgliederzahl in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Ich bin mit Eurer Unterstützung Bundesvorsitzende einer Partei geworden, die sich nun aufmacht, Führungsverantwortung für ganz Deutschland zu übernehmen und Politik für und mit der Breite der Gesellschaft zu gestalten. Jetzt haben wir zum ersten Mal auch eine realistische Chance, mehrere bündnisgrüne Mandate in Brandenburg für den Bundestag zu erringen.

Mein Antrieb ist eine Politik, die verändert, um Halt zu schaffen. Wir müssen die Probleme anpacken, um Gutes zu bewahren und um widerstandsfähiger zu werden gegen Krisen, die uns bedrohen: Allen voran die Klimakrise, der Angriff auf unsere Demokratie durch Rechtsextreme und die soziale Ungerechtigkeit. Am Ende aus Sorge vor Veränderung immer nur den Status Quo zu verwalten, wirft uns weiter zurück. Wer so agiert, verschärft die Probleme, die wir lösen müssen.

Wir haben in Brandenburg noch im Ohr, wie einerseits über Klimaschutz geredet und andererseits an neuen Tagebauen festgehalten wurde. Gut, dass unser Bundesland nun bei den Autos der Zukunft voran geht. Aber ein großer Produktionsstandort und ein außereuropäischer Automobilhersteller reichen nicht, um die Klimaziele zu erreichen und den Industriestandort Deutschland mit seinen vielen Arbeitsplätzen in die Zukunft zu führen. Jede Generation hat ihre Aufgabe. Unsere ist es, den Weg hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu schaffen – dafür stehe ich persönlich ein.

In den letzten Monaten haben wir erlebt, wie zentral ein starker Sozialstaat für eine funktionierende Gesellschaft ist. Darauf müssen wir aufbauen. Es gilt, unser Gesundheitssystem so weiterzuentwickeln, dass Pflegekräften nicht nur Beifall geklatscht wird, sondern sie dauerhaft ordentlich bezahlt werden. Und es darf uns nie wieder passieren, dass Möbelhäusern und der Fußball-Bundesliga eine größere politische Priorität eingeräumt wird als Kindern und Familien. Kinder- und Familienpolitik gehört in den Mittelpunkt einer progressiven Gesellschaft. Dazu gehört nicht nur eine Kindergrundsicherung für jedes Kind im Land, sondern auch starke öffentliche Räume und Institutionen für alle. Gute Kitas und Schulen, Bibliotheken, Sportvereine, Seniorentreffs und ein flächendeckender öffentlicher Nahverkehr sind das Rückgrat einer starken und solidarischen Gesellschaft. Denn wenn die Daseinsvorsorge bröckelt, dann bröckelt auch das Vertrauen in unsere Demokratie.

Mein Herz und mein Zuhause sind in Brandenburg. Zugleich habe ich ein geeintes und starkes Europa im Sinn: Vor Ort verankert, mit dem Blick über den Tellerrand – das ist mir ein großes Anliegen. In diesen stürmischen Zeiten auf internationaler Ebene werden wir die großen Herausforderungen nur in einem gemeinsamen Miteinander anpacken können. Wenn die EU ein Raum sein soll, der Menschen vor Krisen schützt und der für Aufbruch steht, dann müssen wir in Europa investieren: in die Klimaneutralität, in die gemeinsame Sicherheit und in die Ausbildung der jungen Generation.

Politik bedeutet für mich, nicht nur Paragraphen zu schreiben, sondern konkrete Probleme von Menschen zu lösen. Daher war und ist es mir neben meiner parlamentarischen Arbeit im Wirtschafts- und Energieausschuss sowie im Familienausschuss wichtig, mir vor Ort den Kopf zu zerbrechen, wie Marie zur Einschulung einen Schulranzen erhält oder wie Amins Familie aus dem Kriegsgebiet heraus in einen sicheren Hafen kommt.

Wir Bündnisgrüne machen Politik auf Basis von Fakten und mit klarem Verstand. Doch die Kraft für meine Politik kommt aus dem Herzen. Ich erlebe die Welt auch durch die Augen meiner Töchter, sei es in der Kita oder in der Schule. Und ich spüre, dass die Fundamente der Welt, in die sie hineinwachsen, auf unsicherem Boden stehen. Ich erlebe die Welt durch die Augen von Geflüchteten vom Verein „Hand in Hand“, den ich vor einigen Jahren gemeinsam mit neuen und alten Potsdamer*innen gegründet habe. Ich erlebe die Welt durch die Augen von Unternehmer*innen, die ein umweltfreundliches Produkt auf den Markt bringen wollen, aber politische Rahmenbedingungen dies aktuell noch verhindern. Und ich erlebe die Welt durch die Augen all der Menschen, denen ich als Politikerin Tag für Tag im ganzen Land begegne. Wenn wir uns gemeinsam anstrengen und mutig neue Wege gehen, können wir die Welt für uns und unsere Kinder wieder auf festen Grund stellen.

Dass ihr mir die Möglichkeit gebt, auf meine Weise Politik zu machen, auch wenn ich nicht mehr wie früher mit euch gemeinsam die Wochenenden in Schwedt, Cottbus, Senftenberg, Brandenburg an der Havel oder in Neuruppin verbringen kann, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Unser Vertrauen ineinander ist mit unserer Verantwortung im Land und im Bund gewachsen. Wir haben uns das gemeinsam erarbeitet. Darauf können wir stolz sein und damit werden wir den stärksten bündnisgrünen Wahlkampf aller Zeiten in Brandenburg führen. Ich freue mich auf die kommenden vier Jahre mit Euch und bitte um Euer Vertrauen!

 

Eure Annalena

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