Energie

Als klimapolitische Sprecherin überschneiden sich natürlich viele Themen mit dem Bereich Energie, denn Klimaschutz heißt für auch, dass Deutschland nicht Energiewendeland sein und Kohleland bleiben kann.

Die Energiepolitik steht vor einer epochalen Herausforderung – bei uns in Deutschland, aber auch weltweit. Die Probleme der Klimaveränderung, des wachsenden Energiehungers, der zunehmenden Rohstoffknappheit und der steigenden Energiepreise müssen gleichzeitig gelöst werden. Und zwar so, dass kommenden Generationen die Zukunft eröffnet und nicht verbaut wird. Erneuerbare Energien, Effizienz und Energieeinsparung sind für uns der entscheidende Hebel, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Energieversorgung ökologisch zu modernisieren. Unser „Energiekonzept 2050: sicher erneuerbar“ basiert auf dem Grundsatz „Energie jenseits von Uran, Kohle und Öl“. Wir wollen eine Energie- und Klimapolitik, die sich am für die Gesellschaft Notwendigen orientiert und nicht an den kurzsichtigen Interessen der Energiekonzerne.

In der Stromversorgung ist unser Ziel der vollständige Umstieg auf Strom aus Wind, Sonne, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme, möglichst bereits bis 2030. Den Stromverbrauch wollen wir gegenüber 2005 um 16 Prozent bis 2020 und um mindestens 25 Prozent bis 2050 senken. Bereits 2030 wollen wir unseren Strom zu 100 Prozent erneuerbar produzieren.

Im Gebäude- und Wärmebereich streben wir eine Umstellung auf erneuerbaren Energien möglichst bis 2040 an. Zudem wollen wir eine Sanierungsquote im Gebäudebestand von 3 Prozent jährlich erreichen, so dass innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre der gesamte Altbaubestand vollständig saniert wird.

Wir wollen eine ambitionierte Klimaschutzstrategie für den Verkehrsbereich und die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 30 Prozent reduzieren. Bis 2020 wollen wir den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich – Biokraftstoffe und Ökostrom – auf 15 Prozent steigern und möglichst bereits bis 2040 den Umstieg auf erneuerbare Energien bewältigen.

Hier finden Sie Artikel, aus den Bereichen Energie, Energiewende und Erneuerbare.

13.11.2014

Bundeswirtschaftsminister Gabriel macht sich einen schlanken Fuß, wenn er allein Vattenfall verantwortlich für den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Lausitz sieht. Den dringend nötigen Strukturwandel regt bisher weder die SPD-geführte Landesregierung noch sein Festhalten an der Kohle an. Gabriel muss endlich eine Strategie entwickeln, statt sich blind an die fossile Vergangenheit zu klammern.

02.11.2014

Nachdem die neue schwedische Regierung angekündigt hat, die Braunkohlepläne des Staatskonzern Vattenfall zu stoppen, haben die Ministerpräsidenten Brandenburgs (Woidke) und Sachsens (Tillich) nach Stockholm geschrieben und sich für eine Fortführung des Braunkohletagebaus in der Lausitz stark gemacht. Verschiedene Medien berichteten darüber und über meine Meinung zu dieser energiepolitischen Arbeitsverweigerung.

30.10.2014

Vattenfalls Verkaufspläne machen deutlich: Die Energiewende zeigt Wirkung. Die schwedische Regierung hat erkannt, dass Braunkohleverstromung zukünftig kein tragfähiges Wirtschaftsmodell ist; es ist ein Risikogeschäft ohne Gewinnerwartung, aber mit enormen Folgekosten. Braunkohleverstromung wird angesichts der Klimaziele, dem Ausbau der Erneuerbaren und den Sanierungskosten durch Bergschäden und Renaturierung in den betroffenen Regionen immer unrentabler. Die Bundesregierung muss einsehen, dass wir die deutschen Klimaziele nur erreichen, wenn es zu einer Reduzierung der Kohleverstromung kommt.

13.10.2014

Der rot-rote Koalitionsvertrag für Brandenburg ist Zeugnis energiepolitischer Arbeitsverweigerung. Rot-Rot darf die Augen vor der Realität nicht länger verschließen. Nach Stockholm und Berlin muss endlich auch Potsdam erkennen, dass die Kohlverstromung keine Zukunft hat. Das heißt, dass nun gemeinsam ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Lausitz und die Zeit nach der Kohle entwickelt werden muss.