Kohle

Die Kohleverbrennung ist einer der größten CO2-Emittenten in Deutschland. Europaweit verbrennt Deutschland für seine Stromerzeugung mehr Kohle als jedes andere Land, sieben der zehn dreckigsten Kohlekraftwerke Europas sind nach wie vor bei uns, darunter die Brandenburger Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe. Das muss sich nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes ändern. Deshalb setze ich mich mit zahlreichen Initiativen für einen festgelegten Abschaltplan, für ein vorgezogenes Enddatum der Kohleverstromung und einen Strukturwandel der Reviere hin zu Erneuerbare-Energien-Regionen ein.

Den Kohleausstieg einleiten, den Strukturwandel aktiv gestalten

Durch die Verbrennung von Kohle werden große Mengen an CO2 freigesetzt. So heizen wir das Klima auf. ©Kohleatlas, BUND/Heinrich-Böll-Stiftung

Durch die Verbrennung von Kohle werden große Mengen an CO2 freigesetzt. So heizen wir das Klima auf.

Die Kohlekommission hat einen „Fahrplan für den Kohleausstieg“ vorgelegt. Dieser muss nun vollständig umgesetzt werden. Das bedeutet für die Braunkohleregionen, insbesondere die Lausitz, jetzt Alternativen auf den Weg zu bringen. Dazu gehören die Förderung von Weiterentwicklungspotenzialen, schnelleres Internet und eine bessere Verkehrsanbindung. Nur so kann es gelingen, die Betroffenen in den Regionen rechtzeitig mitzunehmen für die Zeit nach der Kohle. Erst dann zu handeln, wenn die Tagebaue stillgelegt werden, ist zu spät.

Lesen Sie im Folgenden die aktuellsten Berichte, Pressemitteilungen und Initiativen rund um das Thema Kohle.

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde.

02.05.2014

Die Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat eine Studie zu den Quecksilberemissionen aus Kohlekraftwerken in Deutschland in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse heute veröffentlicht wurden. Die Studie beleuchtet die vielen Umweltgefahren und -belastungen, die von Quecksilber ausgehen und zeigt auch, dass die deutschen und europäischen Emissionsgrenzwerte dringend überprüft und verschärft werden müssen. Würde man die US-amerikanischen Grenzwerte anwenden, müssten derzeit 50 Kraftwerke vom Netz genommen werden. Spannend für Brandenburg ist auch, dass Jänschwalde bundesweit am meisten Quecksilber ausstößt.

28.04.2014

Bündnisgrüne für einen mittelfristigen Braunkohleausstieg Brandenburger Bündnisgrüne unterstützten den Protest der Lausitzer Initiativen und der Einwohner in den von der Kohle bedrohten Orte auf einer Mahnwache vor der Cottbusser Messehalle. Auf der heutigen Sitzung des Braunkohlenausschuss steht eine Empfehlung des Gremiums zur Genehmigung des umstrittenen Braunkohleplans für den neuen Tagebau Welzow Süd II zur Debatte. […]

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde.

08.04.2014

Zu der Forderung der ostdeutschen Ministerpräsidenten an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Braunkohle weiter von Ökostrom-Umlage zu befreien, sage ich: Es ist absolut richtig, dass in den geplanten Leitlinien der Kommission zumindest die Braunkohle nicht explizit genannt wird und somit wohl keine weiteren Begünstigungen erhalten wird. Die Leitlinien sind ohnehin schon zu einem Katalog für die Subventionierung […]

28.03.2014

Heute hat die rot-GRÜNE Koalition in NRW das Ende des Braunkohle-Bergbaus im rheinischen Revier eingeläutet. Damit übernimmt Rot-GRÜN eine klare Gegenposition zur rot-roten Landesregierung in Brandenburg, die sogar neue Braunkohletagebaue ausweiten möchte. Während am 28. April in NRW die Landesregierung mit der fehlenden energiepolitischen Notwendigkeit von Braunkohletagebauen nach 2030 die verkleinerten Abbaugrenzen bereits genehmigter Tagebaue […]